Asklepion / Anews / 2008 / 03.03. – 16.03.2008 / Lippen-vergrößerung
Lippen-vergrößerung
War die Natur geizig zu Ihnen und hat Ihnen dünne Lippen zugeteilt? Die plastische Chirurgie kann Ihnen perfekt helfen.
Bei der Vergrößerung der Lippen ist es aus chirurgischer Sicht möglich zwei Ansätze zu wählen. Der eine ist die Augmentation, bei der verschiedene Typen von Implantaten in die Lippen eingebracht werden. Die andere ist die Vergrößerung der roten Lippenkontur mit Hilfe von chirurgischen Eingriffen.
Augmentation mittels Implantaten
Bei diesem Eingriff führt der Arzt (Chirurg oder Dermatologe) in die Umgebung des Ringmuskels der Lippen ein Implantat ein, dass den Umfang de Lippen vergrößert. Gegenwärtig existieren eine Reihe von Implantatarten, die sich nach dem Material unterschieden, aus dem sie hergestellt sind:
*Hydrogel, Silikon – zu injizierende Implantate aus Mikrogranulat aus diesem synthetischen Material. Der wesentliche Vorteil ist die Dauerhaftigkeit dieses Eingriffes, allerdings sind die Nachteile, das Gefühl eines Fremdkörpers in den Lippen, die Unmöglichkeit der Entfernung und die Möglichkeit des „Wanderns“ der Materials, also eine Verschiebung von seiner ursprünglichen Stelle.
*Biologische Implantate – bearbeitete, zu injizierende Implantate aus biologischen Materialien. Dabei handelt es sich vor allem um Kollagen (entweder von Rinder gewonnen oder von Menschen bzw. vom Kunden selbst), Artecoll (Mikrogranulat aus Hydroxylapatit und Kollagen), Hyaluronsäure und ihrer Derivate ( z.B. Restylane, Hylaform). Ein Vorteil der Verwendung dieser Materialien ist der augenblickliche Effekt des Eingriffs, der keine weitere postoperative Versorgung mehr erfordert. Allerdings ist das Ergebnis auch nur von kurzer Dauer.
*eigene flüssige Materialien – flüssige Materialien die aus dem eigenen Körper gewonnen werden. Dafür werden vor allem Fettkörner verwendet oder ein Corium-Fettcocktail, der aus der Unterhaut entnommen wird. Die Anwendung dieser Materialien erfordert eine anspruchsvollere Operationsleistung und eine gründliche postoperative Nachversorgung. Nach dem Eingriff ist mit Schwellungen und blauen Flecken zu rechnen.
*feste synthetische Materialien – hierbei handelt es sich z.B. um Goretex, Polyurethane, Hydrogel, der Lyophilisierung (Gefriertrocknung) der harten Hirnhaut oder ähnlich verarbeitetes Muskelbindegewebe. Die Nachteile sind allerdings das Gefühl eines Fremdkörpers in der Haut, eine anspruchsvollere Operationsleistung und die Möglichkeit das das Transplantat nicht vom Organismus angenommen wird.
*eigene feste Präparate – dabei handelt es sich vor allem um eigene Fettspalten, Implantate, die aus der Unterhaut, beziehungsweise dem Muskelbindegewebe hergestellt worden sind. Der Vorteil ist die Dauerhaftigkeit und vor allem die Natürlichkeit der Vergrößerung, allerdings nachteilig ist, dass es sich um eine anspruchsvollere Operationsleistung handelt, die eine gründliche postoperative Nachversorgung notwendig macht. Außerdem besteht die Möglichkeit von postoperativen Schwellungen und blauen Flecken.
Die chirurgische Vergrößerung der roten Lippenkontur
Bei diesem Eingriff verwendet der Chirurg keine Implantate, sondern die Vergrößerung der Lippen erfolgt durch Verschiebung von Gewebe.
Am häufigsten werden zwei Methoden verwendet:
*Verschiebung des angrenzenden Gewebes – hierbei wird meistens die sog. V-Y-Verschiebung der Schleimhaut durchgeführt. Da sie auf der inneren Seite der Lippen erfolgt, bleiben nach der Operation auch keine sichtbaren Narben.
Normalerweise wird eine Verschiebung in zwei Schritten durchgeführt, weil zuerst der Mittelteil der inneren Lippenseite gelockert und verschoben wird und nach etwa drei bis sechs Monaten wird nach dem gleichen Prinzip die Schleimhaut parallel auf beiden Seiten der Lippe vergrößert. Der Vorteil dieser Methode ist die sofortige Vergrößerung mit sichtbarer Kontrolle und auch die Möglichkeit den Eingriff zu wiederholen. Allerdings kann es bei dem Eingriff manchmal zu der Bildung einer „leeren Lippe“ kommen, bei der es den Anschein hat, als ob die Lippe ohne Volumen wäre und bei Bewegung kann (z.B. beim sprechen) in der Mitte der Lippe eine waagrechte Falte enstehen. Diese Methode wird auch nicht empfohlen bei langen Lippen, bei denen der weiße Teil der Lippen lang und die rote Lippenkontur klein ist. Die gesamte verlängerte Lippe ist dann im Ergebnis ziemlich hoch.
Die Verschiebung von Gewebe kann auch in einer Phase durchgeführt werden, bei der die Schleimhaut in Form eines W angeschnitten wird und im gesamten Umfang der Lippe gelockert wird bis zur weißen Haut etwa 2 mm über der Linie der Lippen. Der gesamte Eingriff muss ausgesprochen vorsichtig ausgeführt werden, da es leicht zu einer Nekrose der Schleimhaut kommen kann. Diese Vorgehensweise nützt das Prinzip, bei denen im Falle einer Verletzung der Lippe es zu einer Vermehrung von Gewebe kommt und damit zu einer Vergrößerung.
* Exzision von Haut – bei dieser Vorgehensweise wird ein Teil der Haut entweder an der Grenze zu roten Lippenkontur oder knapp unter der Nase entfernt. Nach dem Nähen zieht die Haut die Lippe nach oben und vergrößert sie damit. Ein häufiger Nachteil dieser beiden Methoden ist eine häufig deutliche Narbe, kurze Lippe oder ein Taubheitsgefühl in der Lippe.
Dr.med. Michal Samudovský
Im Bereich der Lippenvergrößerung bietet Asklepion einen Großteil der oben beschriebenen Behandlungsformen an, wobei sich mit der Anwendung von zu injizierenden Implantaten die Spezialisten der Abteilung Dermatologie beschäftigen und mit den Operationsmethoden erfahrene Chirurgen der Abteilung plastische Chirurgie. Vereinbarung Sie einen Beratungstermin unter Tel: 00420-234 716 111 und lassen Sie sich beraten welche Vorgehensweise in ihrem Fall die erfolgreichste wäre!