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Neuheiten vom Kongress IMCAS 2007
Anfang des Jahres trafen sich in Paris im Palais des Congrés auf dem IMCAS Kongress die besten Spezialisten aus dem Fachbereich plastische Chirurgie, Dermatologie, Stomatologie und innere Medizin aus allen Ecken der Welt.
Bildhauerei des Körpers
Während ein Dauerbrenner der letzten Jahrgänge des Kongresses die Nutzung von Laser war, wurde dieses Jahr „Body sculpturing“, das Formen des Körpers, beruhend auf dem Absaugen oder umgekehrt dem Auffüllen von Fett, zum größten Hit.
Die Liposuktion reifte in den Händen der besten plastischen Chirurgen zu einem Stadium heran, wo zwanzig oder auch mehr Liter abgesaugtes Fett während eines Eingriffes keine Rarität mehr sind. In Verbindung mit umfangreichen plastischen Operationen von Bauch und Rücken sind die Chirurgen in der Lage, Menschen mit einem Übergewicht von 50-100 kg innerhalb von 2 – 3 Wochen eine Figur zu schaffen, die noch vor ein paar Jahren bei so schweren Fällen unvorstellbar war. Das Endergebnis solche extremer Operationen ist selbstverständlich am effektivsten bei scheinbar banalen Eingriffen an Klienten, die z.B. „nur“ 10 oder 20 Kilogramm zu viel haben.
Die zweite Methode des Body sculpturing ist im Gegenteil das Auffüllen von Fett. Durch Alterung kommt es nämlich im Bereich des Gesichts zum Rückgang von Fett und das ist dann zur visuellen Verjüngung des Gesichts wieder aufzufüllen. Die Chirurgen entnehmen Fettzellen in Bereichen, wo sie überflüssig sind, und plazieren sie anderweitig. Alle diese operativen Eingriffe verlangen ein erhebliches Maß an Versiertheit und sind auch bezüglich der postoperativen Versorgung äußerst aufwendig, in der Zukunft aber werden sie sicher ein großer Hit.
Gesichtsmodellierung
Die zweite Gruppe Vorlesungen, die das größte Interesse weckte, befasste sich mit minimal-invasiven Therapien im Bereich des Face-Lifting und der Gesichtsmodellierung. Die den Klienten des Asklepion gut bekannten APTOS Fasern wurden mit einer ganzen Reihe anderer ähnlicher Methoden konfrontiert. Es zeigte sich, dass die Praxis auf der ganzen Welt fast gleich ist: die Hebung des Gesichts mit Hilfe von APTOS, wodurch das Problem erschlaffter Gesichtskonturen gelöst wird, ist ein sehr guter Ausweg für die Dauer von 18 bis 24 Monaten und bildet eine Art Zwischenglied zwischen der Verbesserung des Gesichts mit Hilfe von Botolutoxin und Füllmaterialien auf der einen und klassischem Face-Lifting auf der anderen Seite.
Der Patient wählt de facto eine seinen Anforderungen und zeitlichen Möglichkeiten entsprechende Operationsmethode. Ein Klient, der noch am gleichen Tag nach der Behandlung sehr gut aussehen muss, wählt Botulotoxin und Filler, mit denen hervorragende Ergebnisse für die Dauer von sechs bis zwölf Monaten erreicht werden können. Möchte der Klient eine markantere Modellierung des Gesichts für die Dauer von zwei Jahren erreichen, kombiniert er Botulotoxin und Filler mit der APTOS oder einer ähnlichen chirurgischen Methode. Und letztendlich der Klient, der ein exzellentes Ergebnis für eine Dauer von fünf bis sechs Jahren und ein merkliches Ergebnis für die Dauer von zehn, fünfzehn Jahren erzielen will, wählt zweifelsfrei das Face-Lifting.
Die eigentliche Methode des Face-Lifting allerdings durchlief in den letzten Jahren dramatische Veränderungen; die Modellierung von Muskeln und Fett orientiert sich heute insbesondere auf minimal-invasives Vorgehen und die Ärzte bemühen sich, außer guten Ergebnissen auch eine möglichst kurze Heilungsdauer zu erreichen. Es zeigt sich aber, dass die absolute Verkürzung der Heilung nicht der beste Weg ist. Der Körper ist nicht in der Lage, eine optimale Menge neuer Kollagenfasern zu bilden und das Gewebe festigt sich nicht ausreichend. Die leidenschaftlichsten Diskussionen betrafen gerade die Frage, inwieweit der Chirurg sich um maximale Behutsamkeit der Operation bemühen soll oder aber inwieweit er im Gegenteil das Ergebnis und somit auch das Andauern des Operationsergebnisses mit Hilfe einer 3 – 5 (Tagen, Wochen) andauernden Entzündung unterstützen sollte.
Lasershow
Im Bereich der Laser kommt es zu keinen dramatischen Veränderungen und Laserprozeduren, so wie die Klienten des Asklepion sie kennen, sind auf der ganzen Welt Standard. Die größte Entwicklung erfolgte im Bereich der photodynamischen Therapie. Ihr Prinzip ist die Sensibilisierung des Gewebes, das wir ersetzen möchten (von alternder Haut bis hin zu Tumoren) mit Hilfe von Photosensibilatoren (diese werden in der Regel zig Minuten vor der eigentlichen Behandlung auf die Haut aufgetragen) und die anschließende Bestrahlung mit Licht, was eine chemische Reaktion hervorruft, die gerade das beseitigt, was wir möchten. Die interessanteste Veränderung war die Applikation der Wirkstoffe, der Photosensibilatoren, mit Hilfe von Spray, das sich der Patient alle fünfzehn Minuten für die Dauer von zwei Stunden selbst auf das Gesicht auftragen kann, anstelle der früheren, durch Binden fixierten Salben und Gele. Das Ergebnis ist das gleiche aber die Vorbereitung ist für den Patienten viel angenehmer, er kann diese zuhause ausführen und muss nicht mehrere Stunden in der Klinik verbringen.
Botulotoxin
Eine sehr interessante Verschiebung verzeichnen die Ärzte bei der Applikation von Botulotoxin. Es zeigt sich, dass die Anwendungsmöglichkeiten des Stoffes bei ausreichender Vorsicht immer größer werden. Botulotoxin dient heutzutage im Gesicht bei weitem nicht mehr nur der Behandlung von Fältchen im Bereich der Nasenwurzel, Stirn und in der Augengegend, sondern der Arzt kann damit auch die Mitte des Gesicht, d.h. den Bereich um den Mund herum, modellieren. Auf diese Art gelingt es insbesondere, beide Mundwinkel anzuheben und kleine Fältchen um den Mund herum zu beseitigen.
Subcutane Filler
Auf dem europäischen Markt erschien im letzten Jahr eine ganze Reihe neuer Füllmaterialien. Diese dienen der Gesichtsmodellierung, wobei der Arzt mit ihnen Fältchen oder kleine eingefallene Narben auffüllt, oder sogar erschlaffte Wangen formen kann. Genauso wie alle bedeutenden neuen Geräte, werden auch neue Filler von den Ärzten des Asklepion getestet. Zum Teil beginnt man jetzt, sie auch in Zusammenarbeit mit den Fakultätskrankenhäusern zu testen – nur so kann festgestellt werden, welche Informationen vom IMCAS Kongress Realität sind und was möglicherweise nur kommerzielle Reklame. Dank dieser Tatsache wird es möglich sein, alle nützlichen Neuheiten in einer möglichst kurzen Zeitspanne in die Praxis im Asklepion einzuführen.
MUDr. Roman Smucler, CSc.